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MENSCHLICHE BRÜCKEN BAUEN - PROJEKT MAINANKER

Was mache ich, wenn ich dringend eine Wohnung suche? Wo bekomme ich Hilfe, wenn ich einen Berg voller Formulare auszufüllen habe? An wen kann ich mich wenden, wenn mir gerade einfach alles zu viel wird?

Es gibt Situationen, da kommt man alle nicht mehr weiter. Glücklicherweise gibt es in Offenbach viele professionelle Anlaufstellen und diverse soziale, städtische oder kirchliche Einrichtungen, die Hilfe anbieten.

Aber nicht jeder weiß davon! Wir treffen immer wieder auf Menschen, die nicht wissen, dass es in Offenbach Formularhilfen, Schuldnerberatung oder ganz viele verschiedene Sprachangebote gibt.
Oder aber wir erleben, dass die Anlaufstellen zwar bekannt sind, aber trotzdem nicht aufgesucht werden: Manchmal aus Scham, nicht selten aber auch einfach nur deshalb, weil der erste Schritt nun mal meistens der schwerste ist.

Deshalb gibt es MainAnker: Wir möchten konkret dabei helfen, dass Menschen wieder Hoffnung, Halt und neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen können.
Dabei wollen wir das Rad aber nicht immer wieder neu erfinden. Vielmehr möchten wir durch das, was wir tun, dazu beitragen, dass Menschen am Ende die bereits bestehenden Anlaufstellen auch tatsächlich in Anspruch nehmen. Zusätzliche Angebote starten wir nur, wenn wir glauben, dass es Sinn macht – z.B. weil es noch nicht genügend Angebote dieser Art gibt.

DIE „OFFENE SPRECHSTUNDE“ – BRÜCKEN DURCH BEZIEHUNGEN

Die „Offene Sprechstunde“ (montags und donnerstags) ist das Herzstück unserer Arbeit: Sie dient als eine erste Anlaufstelle und kann ohne Voranmeldung aufgesucht werden. Im Vordergrund steht hier die Beziehung: Ehrenamtliche Helfer nehmen sich Zeit, hören zu und unterstützen dabei, den nächsten Schritt zu gehen: Anhand unseres Angebots-Atlas suchen wir Kontakte heraus, die weiterhelfen können. Wir ermutigen dazu, diesen nächsten Schritt zu gehen und überlegen gemeinsam, was sonst noch helfen würde, um diesen Kontakt auch tatsächlich zu nutzen. Unser Ansatz ist es, über die persönliche Beziehung „Brücken“ zu den vorhandenen Hilfsangeboten zu bauen.
Darüber hinaus bieten wir die Möglichkeit, unsere Recherche-PCs und einen Drucker für z.B. Wohnungs- oder Arbeitssuche zu nutzen.
Und unsere Deutsch-Bibliothek sowie unsere Selbstlernmaterialien laden dazu ein, sich mit der deutschen Sprache näher zu beschäftigen.

DER ETWAS ANDERE DEUTSCH-KURS

In unserem Deutsch-Anfänger-Kurs geht es darum, alltagsrelevante Deutsch-Kenntnisse zu erlangen. Dabei stehen praktische Übungen, Gemeinschaft und der Spaß an der Sprache im Vordergrund.
Der Kurs ist offen für Frauen und Männer jeden Alters und aller Nationalitäten, die Lust haben, ihre Deutsch-Kenntnisse zu verbessern. Ganz bewusst kann er ohne Anmeldung aufgesucht haben. Und obwohl wir uns über eine regelmäßige Teilnahme freuen, können auch die an ihm teilnehmen, für die ein fester Termin (z.B. aufgrund der familiären oder beruflichen Situation) problematisch ist – darauf ist unser Konzept und die gesamte Struktur des Unterrichts ausgerichtet. Uns ist es vor allen Dingen wichtig, Gemeinschaft zu haben und Beziehungen zu knüpfen, um gerade die Personen zu erreichen, die bisher noch keinen Deutsch-Kurs besucht haben. Unser Anfänger-Kurs dient somit als offenes Einstiegsangebot und nicht selten nutzen Menschen, die eigentlich schon viele Jahre in Deutschland wohnen, die zwangslose Atmosphäre, um sich (manchmal das erste Mal überhaupt) an die deutsche Sprache heranzutrauen. Wenn die Teilnehmer dann noch mehr an ihren Sprachkenntnissen arbeiten möchten, vermitteln wir sie gerne an weiterführende Angebote (z.B. VHS, Deutsch-Paten o.ä.).

HOFFNUNG IN DER ROTLICHT-SZENE - PROJEKT „HERZZEICHEN“

Durch HerzZeichen möchten wir Frauen in der Prostitution wertschätzend begegnen und ihnen praktische Alltagshilfe ermöglichen. In diesem Zusammenhang suchen wir die Frauen persönlich auf und bieten ihnen konkrete Hilfestellung in verschiedenen Bereichen an, z.B.: Behördengänge, Arztbesuche und Vermittlung an professionelle Beratungsstellen – aber auch ganz einfach ein offenes Ohr. Auch hier ist der Schlüssel die Beziehung: Es ist immer wieder überwältigend, zu erleben, wie herzlich wir empfangen werden und wie persönlich und tief die Gespräche oft werden.

WIR HABEN NOCH VIEL VOR: MAINANKER-KONTAKTGUTSCHEIN UND STREETWORK

Um möglichst viele Menschen für die Offene Sprechstunde zu erreichen, planen wir gerade eine Kampagne, in deren Mittelpunkt der „MainAnker-Kontaktgutschein“ steht. Dieser Gutschein lädt dazu ein, die Angebote der Offenen Sprechstunde in Anspruch zu nehmen und soll a) durch geeignete Multiplikatoren (z.B. Kindergärten, Stadtteilbüros etc.) und b) durch Streetwork verbreitet werden. Unser Ziel ist es, dadurch die Sprechstunde einerseits bekannter zu machen und andererseits den Menschen die Hemmungen zu nehmen, auch tatsächlich zu kommen. Um diese Kampagne durchführen zu können, benötigen wir finanzielle Mittel, um beispielsweise die Kosten für einen besser geeigneten Raum, Recherche-PCs oder den Flyer-Druck decken zu können.