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Essen für Bedürftige – Brot & Salz

Wenn Mütter nicht wissen, was sie ihren Kindern mittags kochen können und Rentner in einen leeren Kühlschrank schauen müssen, dann braucht es eine helfende Hand, die schnell und unbürokratisch die Not dieser Menschen lindert.

Als Günther Ebisch und Jane Clotton 2005 beschlossen eine Essensausgabe für Bedürftige in Frankfurt-Fechenheim einzurichten, war die Frage nicht ob, sondern nur wo sich eine solche Ausgabestelle einrichten ließe. Zeitgleich hatte sich Inge Wüstefeld der selben Aufgabe verschrieben: Die stetig wachsende Zahl von armen Menschen in ihrem Stadtteil mit Lebensmitteln zu versorgen.

Günther Ebisch und Jane Clotton machten sich also auf die Suche nach Räumlichkeiten. Das Problem: Räumlichkeiten finden die erstens nichts kosten und zweitens groß genug sind, damit die eingesammelten Lebensmittel gelagert, verpackt und verteilt werden können. Die Lösung fand man schließlich mit Inge Wüstefeld vom Christlichen Zentrum Frankfurt ›CZF‹. Der Sozialbezirksvorsteher Ebisch nutzte seine Kontakte und ebnete den Weg für die Lebensmittelausgabe. Frau Clotten von der GFFB gemeinnützige GmbH vermittelte Langzeitarbeitslose, die bei Verpackung und Auslieferung zur Hand gehen. Das CZF stellte die notwendigen Räumlichkeiten und ehrenamtliche Helfer. Das CZF fungiert als Träger des Projekts ›Brot & Salz‹.

Inzwischen gibt es an zwei Standorten in Fechenheim eine Essensausgabe. Jede Woche werden 300 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Die Essensausgabe beginnt um 16:00 Uhr, die ersten finden sich bereits morgens um 11:00 Uhr ein und stellen sich geduldig in die Schlange, kein Schieben und kein Drängeln. Vielmehr treffen sich die Menschen um mit anderen in Kontakt zu treten. Armut ist für viele Menschen nicht nur mit sozialem Abstieg verbunden sondern mit Isolation.

Arbeitslosigkeit und Armut werden als Stigma empfunden, die Betroffenen fühlen sich ausgegrenzt und vom sozialen Leben in der Gesellschaft abgeschnitten. Wenn das Geld nicht mehr regelmäßig und nur spärlich fließt ziehen sich die Betroffenen zurück und brechen Kontakte zu Freunden und Bekannten ab. Wo findet man nun andere Menschen, die die eigene Situation verstehen? Wo findet man Zuspruch und Unterstützung? In einem provisorisch eingerichteten Café ist die Stimmung locker und ungezwungen. Jeder ist willkommen, jeder darf sein, wie er ist. Ein erster, wichtiger Schritt ist getan.

Als nächstes soll vor der Essensausgabe ein richtiges ›Café‹ eingerichtet werden. Jede Woche treffen sich jetzt schon 30 – 50 Menschen und durchbrechen so ihre Isolation. Bei einer Tasse Kaffee und Gebäck finden sie Zuspruch und Kontakt. Dieses provisorische Café soll nun ausgebaut werden. 80 Menschen sollen sich hier treffen können. Auch außerhalb der Lebensmittelausgabe sollen hier Bedürftige warme Mahlzeiten bekommen, die sonst mit leeren Magen auf sich selbst gestellt wären. 

Armut macht einsam

Menschen aus ihrer Isolation holen und sie an einem aktiven Zusammenleben teilhaben lassen, ist das Motto des Cafés. Möglichst viele Menschen sollen hier einen Platz finden, damit sie sich wieder als ein Teil der Gesellschaft fühlen.

Das Café möchte auch ein Anlaufpunkt für Kinder und Erwachsene sein, die sich keine warme Mahlzeit leisten oder zubereiten können. Darum soll Mittags eine Suppenküche eingerichtet werden. Kinder sollen hier nach dem Unterricht eine warme Mahlzeit bekommen, ebenso wie Menschen, die sich selbst kein Essen zubereiten können. Diese Menschen leben nicht abseits sondern in der Mitte unserer Gesellschaft. Hier haben Sie einen Platz. Dieses Lebensgefühl soll im Café vermittelt und gelebt werden.

von Herzen zu Herzen unterstützt dieses Projekt und wird Sach- und Geldmittel für das Café sammeln. Konkret wollen wir jetzt die Anschaffung einer Theke, eines Konvektomatens, einer Kaffeemaschine sowie die Ausstattung des Raums mit Tischen und Stühlen unterstützen. Das Gesamtvolumen beträgt 14.500 Euro.

Kontoinhaber: von Herzen zu Herzen gemeinnützige GmbH
Spendenkonto 270 444 17 . BLZ: 518 500 79 . Sparkasse Oberhessen . Verwendungszweck: Café Projekt 102
IBAN: DE34 5185 0079 0027 0444 17 , SWIFT: HELADEF 1 FRI

Hintergrundinformationen: Lebensmittelausgabe

Lebensmittel, die nicht mehr im Supermarkt verkauft werden können, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum fast abgelaufen ist oder die Waren nicht mehr frisch genug aussehen, werden von der Lebensmittelausgabe abgeholt und in Tüten verpackt. Alle Tüten sollen einen ähnlichen Inhalt haben. Sollten zum Beispiel nur 50 Joghurt gestellt werden, kauft ›Brot & Salz‹ weitere 100 Joghurts, die aus Spendengeldern finanziert werden.

Hintergrundinformationen: Fechenheim

Fechenheim liegt im Osten Frankfurts. Der Strukturwandel hat hier tiefe Spuren hinterlassen. Viele Arbeitsplätze in der Industrie sind unwiederbringlich verschwunden. Die Tafel e.V., die sich in anderen Stadtteilen Frankfurts um Lebensmittelausgaben an Bedürftige kümmert, konnte hier keinen weitere Standort eröffnen. Die Wege waren für die Betroffenen zu weit, dadurch wurde ein neuer Träger gebraucht. ›Brot & Salz‹ kooperiert mit der Tafel e.V. – so können Lebensmittel auf das gesamte Stadtgebiet verteilt und Überschüsse einer Ausgabestelle sinnvoll in einer anderen genutzt werden.

Hintergrundinformationen: Lokale Verankerung

Für den Erfolg dieses Cafés ist es wichtig, dass alle lokalen Institutionen und Einrichtungen weiter so gut, wie bisher, zusammenarbeiten. So ist unter anderem sichergestellt, dass Personal zur Verfügung gestellt wird und Lebensmittel an Menschen aller Konfessionen, Nationalitäten und Altersgruppen ausgegeben werden kann. Das Café ist ein Anlaufpunkt und eine Begegnungsstätte, das von den Bedürftigen gerne angenommen wird.