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Der Initiator

Dirk Lünzer

Dirk Lünzer
03.02.1967
geboren in Lauterbach/Hessen
Abitur und Bankkaufmannslehre (Sparkasse Oberhessen)
Commerzbank, Frankfurt
Helaba, Frankfurt
Mitgründer von KIZ, Offenbach
Morgan Stanley, New York (1996-2005)
seit 2008 Geschäftsführer von Herzen zu Herzen gGmbH, Offenbach

Wie ich dazu kam (Text aus dem Frühjahr 2008)

Indien ist ein Land, das ich bis dato nur aus Filmen und Erzählungen kannte und als ein Land der Gegensätze wahrgenommen hatte. So machte ich mich Anfang 2008 auf den Weg etwas von diesem Land, seinen Menschen und seiner Kultur zu erfahren. In Bombay suchte ich einen typischen indischen Markt, um etwas vom Leben und Handeln zu erfahren. Doch statt auf dem Markt stand ich plötzlich in einer Seitenstraße inmitten einer Gruppe von kranken, schwachen Menschen, die sich nur mit Mühe selbst auf den Beinen halten konnten oder sogar gestützt werden mussten. All diese Menschen warteten auf ein karges Mahl, welches sie auf großen Holzbänken und -tischen, teilweise sitzend, manche sogar liegend zu sich nahmen. Es sollte die einzige Nahrung sein, die sie an diesem Tag bekamen. Menschen die auf Grund von Krankheit und sozialer Not am Rande der Gesellschaft leben, ohne Aussicht auf medizinische Versorgung und einer Grundversorgung mit den lebensnotwendigsten Gütern. Die Gesichter sprachen Bände. Kinder, die vielleicht zehn, elf Jahre alt waren aber den Gesichtsausdruck von Menschen hatten, die Furchtbares erlebt haben, Augen die jeglichen Lebensmut verloren hatten. Viele Erwachsene waren unmöglich zu schätzen. Wahrscheinlich waren Sie in den besten Jahren, wie wir in der westlichen Welt sagen. Ihre Körper und Gesichter sprachen eine andere Sprache, nämlich die von Greisen.

Und dann gab es Menschen, die einfach da waren, die Lebensmittel verteilten, aufmunternde Worte sprachen und anderen ein Lächeln schenkten und den Bedürftigen etwas Hoffnung gaben. Ich versuchte heraus zu finden, wer denn die notwendigen Gelder für Personal und Lebensmittel bereit stellte und erfuhr, dass es Dank des Engagements von ehrenamtlichen Helfern und einigen Spendern möglich ist, zumindest einem Teil der Armen zu helfen. Nun wurde mir bewusst, warum ich mich gerade in diesen Winkel Bombays »verirrt« hatte.

Während meiner Indienreise wurde mir klar, was zu tun ist und wie ich mich mit von Herzen zu Herzen für die Gesellschaft engagieren kann. „Unterstütze die Menschen die Helfen, damit diese noch mehr Gutes tun können. Setze dich mit deinem Talent und deinen Kontakten (und deinem Geld) dafür ein, etwas gegen die ungerechte Verteilung von Ressourcen zu tun“.
Eine schöne, herausfordernde Aufgabe! In Bombay erlebte ich Menschen die anderen helfen, weil sie das Elend nicht ertragen und deshalb etwas tun. Nicht nur dort sondern überall auf dieser Welt gibt es Menschen mit besonderem Engagement, Menschen, die sich für unsere Gemeinschaft engagieren. Menschen, die ihren Ruf zum Helfen erhört haben. Diesen Menschen möchte ich helfen!

Ich nahm mir vor, eine Organisation zu bauen und wachsen zu lassen, die die Aufmerksamkeit auf genau diese besonderen Menschen und Ihre Arbeit lenkt.Diesen Menschen und Ihrer Hilfe werden wir mit von Herzen zu Herzen eine Heimat geben. Die Frage, was ich noch in meinem Leben erreichen möchte, was meine eigentliche Aufgabe nach meiner Bankkarriere sein könnte, beschäftige mich schon seit einigen Jahren. Im Herbst letzten Jahres habe ich Abschied genommen von meinem geliebten Vater und mir wurde die Endlichkeit unserer aller Seins so richtig bewusst. Diese intensive Erfahrung und die Erlebnisse auf meiner Indienreise haben mich motiviert etwas Nachhaltiges zu starten.

Mit von Herzen zu Herzen möchte ich in Zukunft viele Menschen begeistern sich in ihrem Rahmen einzubringen Gutes zu tun, ob mit finanziellem oder ehrenamtlichem Engagement.